Kosten und Steuern beim Immobilienkauf: Was Sie wissen müssen

Der Kauf einer Immobilie ist eine bedeutende Investition und mit verschiedenen Kosten verbunden. Neben dem Kaufpreis selbst fallen zusätzliche Nebenkosten und Steuern an, die Sie unbedingt in Ihre Finanzplanung einbeziehen sollten. Nachfolgend erläutern wir Ihnen die wichtigsten Posten im Detail.

1. Kaufnebenkosten: Welche zusätzlichen Ausgaben entstehen?

Notar- und Grundbuchkosten
Jeder Immobilienkauf in Deutschland muss notariell beurkundet werden. Die Kosten für den Notar und die Eintragung ins Grundbuch betragen in der Regel 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises. Hierzu gehören:
  • Notargebühren für die Beurkundung des Kaufvertrags
  • Grundbucheintragungsgebühren für die Umschreibung des Eigentums
  • Gebühren für die Grundschuldbestellung, falls eine Finanzierung aufgenommen wird

Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist eine einmalige Steuer, die nach dem Kauf fällig wird. Sie variiert je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. Die Höhe der Steuer richtet sich nach dem Standort der Immobilie. In Bayern beträgt die Steuer 3,5 %.

Maklerprovision
Falls Sie einen Immobilienmakler beauftragen oder eine Immobilie über einen Makler erwerben, fällt eine Provision an. Die Höhe der Maklercourtage ist regional unterschiedlich, beträgt aber meist 3,57 % bis 7,14 % des Kaufpreises (inkl. Mehrwertsteuer). Seit Dezember 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklerkosten bei Wohnimmobilien in der Regel zu gleichen Teilen.

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Finanzierungskosten
Wenn Sie den Kauf über ein Bankdarlehen finanzieren, sollten Sie auch folgende Kosten berücksichtigen:
  • Zinsen und Tilgung für das Darlehen
  • Bereitstellungszinsen für nicht abgerufene Kreditsummen
  • Gebühren für die Eintragung der Grundschuld
2. Laufende Kosten nach dem Kauf
Neben den einmaligen Kaufnebenkosten gibt es auch regelmäßige Ausgaben, die mit dem Besitz einer Immobilie verbunden sind:
  • Grundsteuer: Eine jährliche Abgabe, deren Höhe sich nach dem Einheitswert der Immobilie und dem Hebesatz der Gemeinde richtet.
  • Versicherungen: Gebäudeversicherung, Hausratversicherung und ggf. eine Wohngebäudeversicherung sind wichtig zum Schutz Ihrer Immobilie.
  • Instandhaltungskosten: Für Reparaturen, Modernisierungen oder Rücklagen in einer Eigentümergemeinschaft.
  • Betriebskosten: Je nach Nutzung können Müllgebühren, Straßenreinigung, Wasser- und Abwassergebühren anfallen.
3. Steuerliche Aspekte beim Immobilienkauf
Bestimmte Kosten können steuerlich relevant sein, vor allem wenn die Immobilie vermietet wird. Dazu gehören:
  • Abschreibungen (AfA): Für vermietete Immobilien können Sie die Anschaffungskosten über viele Jahre steuerlich geltend machen.
  • Werbungskosten: Darunter fallen Finanzierungskosten, Instandhaltungen oder Maklergebühren bei Vermietung.
  • Umsatzsteuerbefreiung: Beim Kauf von Privatpersonen fällt keine Mehrwertsteuer an, während beim gewerblichen Erwerb die Vorsteuer abgezogen werden kann.
4. Fazit: Eine genaue Planung lohnt sich
Der Kauf einer Immobilie bringt neben dem Kaufpreis eine Reihe von Nebenkosten und steuerlichen Pflichten mit sich. Eine vorausschauende Planung hilft Ihnen, finanzielle Überraschungen zu vermeiden. Gerne beraten wir Sie umfassend zu den Kaufnebenkosten und steuerlichen Aspekten und unterstützen Sie bei der Suche nach Ihrer Traumimmobilie!